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Mit einer Herz-CT können gefährliche Veränderungen am Herzen sicher entdeckt werden

Die Computertomographie, kurz CT, ist ein bildgebendes Verfahren, das auf Röntgenstrahlung basiert. Es erstellt Schnittbilder des menschlichen Körpers, mit denen innere Organe sichtbar gemacht werden können.
Bei einer Herz-CT werden das Herz, die Herzkranzgefäße und die großen Adern des Brustkorbs mit Kontrastmitteln sehr präzise dargestellt. Damit können Verengungen und Verkalkungen so frühzeitig wie mit sonst keinem anderen Verfahren erkannt werden. Das Risiko eines Patienten für eine koronare Herzerkrankung lässt sich so sicher und nicht-invasiv einschätzen.

Mit Hilfe der Herz-CT können Engstellen an den Herzkranzgefäßen ohne invasiven Herzkatheter dargestellt und auch Frühformen einer koronaren Herzerkrankung erfasst werden. Deshalb spielt die Herz-CT eine sehr wichtige Rolle für die Risikobestimmung von Herzinfarkten und Schlaganfällen.

International führend

Prof. Leber ist einer der Pioniere und Wegbereiter des Herz CT. Bereits seit 1994 ist er an der Weiterentwicklung und Evaluierung beteiligt und hat dazu mehr als 100 Forschungsberichte publiziert.  Dazu hat wer weltweit hunderte von Ärzten ausgebildet. ER ist Co-Autor des Curriculum Kardio CT der DGK und war 4 Jahre lang Sprecher der AG Kardio CT. "Für die richtige Beurteilung von Kardio CT Daten ist es zwingend erforderlich, dass der Untersucher grosse Expertise in der Befundung von Herzkatheterbildern im Vergelich zu den CT Datensätzen hat".

Ablauf der Herz-CT

Anders als bei anderen CT-Untersuchungen wird bei der Herz-CT ein EKG angelegt. Damit lassen sich die Aufnahmen mit dem Herzschlag synchronisieren, was eine hohe Bildqualität gewährleistet. Zudem bekommt der Patient einen venösen Zugang in der Ellenbeuge gelegt. Über diesen kann, falls erforderlich, ein Kontrastmittel gespritzt werden.

Wie alle CTs wird auch die Herz-CT in Rückenlage durchgeführt. Sie dauert etwa 15 Minuten. Eine besondere Vorbereitung ist nicht notwendig.

 

Messung des Blutflusses in den Herzkranzgefäßen

Relativ neu in der Medizintechnik ist ein Verfahren, mit dem im Rahmen eines Herz-CT der Blutfluss in den Herzkranzgefäßen bestimmt werden kann: die FFR-Messung im CT, kurz FFR-CT. Mit der innovativen Methode lassen sich Engstellen, sogenannte Stenosen im Herzkranzgefäß nicht nur erkennen. Sondern es kann damit auch bestimmt werden, wie stark sie den Blutfluss behindern. So können unnötige Herzkatheter-Untersuchungen vermieden werden.

Das IHZ ist eines der wenigen Zentren in Deutschland, das dieses Diagnoseverfahren anbietet.

 

Hierbei geht es darum, die Herzkranzgefäße auf Verkalkungen zu untersuchen. Das ist prognostisch sehr bedeutsam. Denn je höher der Kalkgehalt in diesen Gefäßen ist, desto stärker ist das Herz gefährdet. Moderne CT-Geräte können heute auch kleinere Verkalkungen ohne die Verwendung von Kontrastmitteln erfassen. Bezogen auf Alter, Geschlecht und Risikofaktoren kann dann ein individuelles Risikoprofil erstellt werden.
Neben der Bestimmung des Kalkgehaltes in den Herzkranzgefäßen gibt deren Vermessung entscheidende Hinweise auf mögliche Verengungen. Dies erfolgt im Rahmen einer sogenannten Angiographie. Der Patient bekommt dazu ein Kontrastmittel gespritzt, das die bildliche Darstellung deutlich verbessert. So lassen sich Veränderungen der Gefäßwände, Verengungen und bis zu einem gewissen Grad auch die Durchblutung der Herzkranzgefäße gut beurteilen.
Im Zuge einer Computertomografie des Herzens lässt sich auch die Lunge untersuchen. Dies liefert unter anderem Informationen über die Struktur des Organs und die Durchlässigkeit der Lungengefäße. Die heutigen CT-Geräte ermöglichen es zudem, Gefäßstützen – Stents – darzustellen und sogar in sie hinein zu blicken. Das gilt ebenso für Bypass-Gefäße am Herzen. Anhand dessen können Kardiologen und Herzchirurgen erkennen, ob ein Stent oder Bypass offen oder verschlossen ist. Das ist eine sehr wichtige Information vor einer Herzoperation oder einem Herzkatheter-Eingriff.

Patientenmanagement Isar Herz Zentrum

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